Archive for the ‘Forschung’ Category

Exostosen und Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Samstag, Juni 4th, 2016

Über mögliche Zusammenhänge zwischen der Exostosenkrankheit und der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bzw. Typ-2-Diabetes mellitus wird in den unten aufgeführten Artikeln berichtet. Es wird auf Auffälligkeiten hingewiesen, genetische Fragestellungen werden diskutiert und weitere Untersuchungen skizziert. Unterstützt wurden die Untersuchungen durch die MHE Research Foundation (USA) bzw. durch die HME-MO Vereniging Nederland.

Moens, Sophie J. Bernelot; Mooij, Hans L.; Hassing, H. Carlijne; Kruit, Janine K.; Witjes, Julia J.; van de Sande, Michiel A J et al. (2014): Carriers of Loss-of-Function Mutations in EXT Display Impaired Pancreatic Beta-Cell Reserve Due to Smaller Pancreas Volume. In: PLOS ONE 9 (12).

Sgariglia, Federica; Pedrini, Elena; Bradfield, Jonathan P.; Bhatti, Tricia R.; D’Adamo, Pio; Dormans, John P. et al. (2015): The type 2 diabetes associated rs7903146 T allele within TCF7L2 is significantly under-represented in Hereditary Multiple Exostoses: Insights into pathogenesis. In: Bone 72, S. 123–127.

10 Jahre Zusammenarbeit im Biobankenbereich

Mittwoch, Februar 4th, 2015

Die „EuroBioBank (EBB)“ ist ein Zusammenschluss von europäischen Biobanken, die im Bereich der Seltenen Erkrankung  arbeiten. In dem Artikel werden die Entwicklung und die praktischen Erfahrungen dargestellt. Autoren sind unter anderem Yann LeCam (EURORDIS – Europäische Organisation für Seltene Krankheiten), Peter Schneiderat (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Hanns Lochmüller (vormals München).

Mora, Marina; Angelini, Corrado; Bignami, Fabrizia; Bodin, Anne-Mary; Crimi, Marco; Di Donato, Jeanne-Hélène et al. (2014): The EuroBioBank Network: 10 years of hands-on experience of collaborative, transnational biobanking for rare diseases. In: European journal of human genetics : EJHG.

Patientendaten + Studien

Samstag, Oktober 18th, 2014

Eine besondere Bedeutung haben Patientendaten bei den seltenen Erkrankungen. Studien und Leitlinien müssen trotz geringerer Fallzahlen verlässlich sein. Aktuelle Hinweise zu diesen Bereichen finden sich bei der

European Organisation for Rare Diseases (EURORDIS)

und beim

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

sowie beim

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

 

 

Forschung am Zebrafisch

Samstag, April 12th, 2014

Im Orphanet Journal of Rare Diseases ist ein Artikel erschienen, der über die Forschung am Zebrafisch (und indirekt auch am Maus-Modell) hinsichtlich einer Erklärung der Vorgänge und Zusammenhänge bei der Entwicklung der Knochen bei der Exostosenkrankheit berichtet:

Wiweger, Malgorzata I; Andrea, Carlos E de; Scheepstra, Karel W F; Zhao, Zhe; Hogendoorn, Pancras C W (2014): Possible effects of EXT2 on mesenchymal differentiation – lessons from the zebrafish. In: Orphanet Journal of Rare Diseases (9:35).

Hinweis auf Grundlagenartikel

Dienstag, September 17th, 2013

Folgende Artikel sind erschienen:

Cantley, Leslie; Saunders, Cheri; Guttenberg, Marta; Candela, Maria Elena; Ohta, Yoichi; Yasuhara, Rika et al. (2013): Loss of β-Catenin Induces Multifocal Periosteal Chondroma-Like Masses in Mice. The American journal of pathology (182) (3).

Chang, Wei-Ling; Chang, Che-Wei; Chang, Yu-Yun; Sung, Hsin-Ho; Lin, Ming-Der; Chang, Shu-Chuan et al. (2013): The Drosophila GOLPH3 homolog regulates the biosynthesis of heparan sulfate proteoglycans by modulating the retrograde trafficking of exostosins. Development (Cambridge, England) (140) (13).

Huegel, Julianne; Mundy, Christina; Sgariglia, Federica; Nygren, Patrik; Billings, Paul C.; Yamaguchi, Yu et al. (2013): Perichondrium phenotype and border function are regulated by Ext1 and heparan sulfate in developing long bones: a mechanism likely deranged in Hereditary Multiple Exostoses. Developmental biology (377) (1).

Yang, Wentian; Wang, Jianguo; Moore, Douglas C.; Liang, Haipei; Dooner, Mark; Wu, Qian et al. (2013): Ptpn11 deletion in a novel progenitor causes metachondromatosis by inducing hedgehog signalling. Nature (499) (7459).

Literaturhinweis zur genetischen Grundlagenforschung

Mittwoch, Juni 5th, 2013

Ein Artikel zur genetischen Grundlagenforschung an Knockout-Mäusen ist erschienen:

Nadanaka, Satomi; Zhou, Shaobo; Kagiyama, Shoji; Shoji, Naoko; Sugahara, Kazuyuki; Sugihara, Kazushi et al. (2013): EXTL2, a member of the EXT family of tumor suppressors, controls glycosaminoglycan biosynthesis in a xylose kinase-dependent manner. The Journal of biological chemistry (288) (13).

Ursache von Knochenverkürzungen

Donnerstag, Mai 30th, 2013

Eine Untersuchung zur Ursache von Knochenverkürzungen bei vorliegender Exostosenkrankheit im Zusammenhang mit einem Mausmodell wird in diesem Artikel vorgestellt:

Jones, Kevin B.; Datar, Manasi; Ravichandran, Sandhya; Jin, Huifeng; Jurrus, Elizabeth; Whitaker, Ross; Capecchi, Mario R. (2013): Toward an understanding of the short bone phenotype associated with multiple osteochondromas. Journal of orthopaedic research : official publication of the Orthopaedic Research Society (31) (4).

Klassifikation der Exostosenkrankheit

Freitag, August 19th, 2011

In dem Workshop “Multiple Hereditäre Exostosen und Tricho-Rhino-Phalangeale Syndrome” des BKMF (Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e.V.) vom 11.-12.02.2011 in Bremen stellte Herr Dr. Sangiorgi die von ihm benutzte Klassifikation der Exostosenkrankheit vor. Mit Erlaubnis von Herrn Dr. Sangiorgi stelle ich hier die Klassifikation der Exostosenkrankheit als PDF der entsprechenden Seite seiner Präsentation in Bremen zur Verfügung.

 

Literaturhinweis: MicroRNAs an der Entstehung von Exostosen beteiligt?

Mittwoch, Dezember 15th, 2010

Erstmalig scheint die Beteiligung von MicroRNAs an den Aufgaben in der Wachstumsfuge und den Folgen in Bezug auf pathologische Veränderungen wie den multiplen kartilaginären Exostosen in einer Studie untersucht worden zu sein. Möglicherweise ist damit ein kleiner Fortschritt im Bereich der Grundlagenforschung erreicht worden. Genaueres lesen Sie in:

Zuntini, M.; Salvatore, M.; Pedrini, E.; Parra, A.; Sgariglia, F.; Magrelli, A. et al. (2010): MicroRNA profiling of multiple osteochondromas: identification of disease-specific and normal cartilage signatures. In: Clinical Genetics 78 (6).

Eva Luise Köhler Forschungspreis 2010 verliehen

Mittwoch, März 3rd, 2010

Zum dritten Mal verlieh am 1. März 2010 Eva Luise Köhler in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler und I.K.H. Letizia Prinzessin von Asturien den Eva Luise Köhler Forschungspreis an Dr. Karin Jurkat-Rott und Dr. Marc-André Weber. Die beiden Mediziner aus Ulm und Heidelberg erhielten den Preis für ihren innovativen Ansatz zur Verbesserung der Arzneimitteltherapie für Patienen mit hypokaliämischer periodischer Paralyse (HypoPP).

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.achse-online.de/cms/was_tut_achse/forschung_vorantreiben/preistraeger_2010.php

Einblicke in die Entstehung von Knochentumoren

Freitag, Februar 26th, 2010

In der Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen vom 23.02.2010 heißt es:

„Einer seltenen Erkrankung des Skeletts sind Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen (UDE) auf der Spur. Sie verursacht bei den Betroffenen – besonders bei Kindern – oft Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und ein verkürztes Wachstum der Knochen. Dabei entstehen in der Nähe der Gelenke gutartige Knochentumoren, sogenannte kartilaginäre Exostosen oder Osteochondromen. Anhand eines neuen Mausmodells lassen sich diese nun bereits in einem frühen Stadium erforschen.

Das Modell haben Forscher des Zentrums für Medizinische Biotechnologie (ZMB) an der UDE mit Kooperationspartnern vom Huntsman Cancer Institut der Universität Utah in den USA entwickelt. Sein Krankheitsbild ähnelt dem menschlichen Phänotyp stark. „Mithilfe dieses Mausmodells ist es erstmals möglich, die Entstehung der Tumoren in den frühesten Anfangsstadien zu untersuchen und Einblicke in die molekularen Ursachen zu gewinnen“, so Prof. Dr. Andrea Vortkamp von der Abteilung Entwicklungsbiologie des ZMB. „Die neuen Erkenntnisse leisten zudem einen wichtigen Beitrag zu den Kontroversen über den zellulären Ursprung der Erkrankung – dieser wird seit vielen Jahren stark diskutiert“, erklärt Vortkamp.

Die ersten Tumoren treten bei kleinen Kindern auf, wachsen unterschiedlich stark und verknöchern häufig. Selten entwickeln sich die gutartigen Geschwülste zu karzinogenen Knorpeltumoren (Chondrosarkome). In den meisten Fällen können sie auf einen genetischen Defekt in einem von zwei Genen, Ext1 oder Ext2, zurückgeführt werden. Die Patienten sind für die Mutation eines dieser Gene heterozygote Träger, das heißt, dass sie im Gegensatz zu gesunden Menschen nur über ein normales Allel und somit nur über die Hälfte der jeweiligen Genaktivität verfügen.

Bereits vor mehr als zehn Jahren haben Wissenschaftler ein erstes Mausmodell etabliert, um die Bildung der Knochentumoren auf molekularer und zellulärer Ebene untersuchen zu können – allerdings vergeblich: Die heterozygoten Ext1-Mäuse zeigen erstaunlicherweise kein dem Menschen vergleichbares Krankheitsbild.

Schon früh haben die Forscher deshalb vermutet, dass die Ausbildung der Tumore im Menschen durch eine zusätzliche Mutation des zweiten Allels verursacht wird (Verlust der Heterozygosität). Um diese Hypothese überprüfen und die Entstehung im Detail erforschen zu können, haben sie bei dieser Studie tief in die Trickkiste der Molekularbiologie gegriffen: Mithilfe eines DNA-Konstrukts, das in das Genom einer Maus eingeschleust wurde, konnten die Wissenschaftler das Ext1-Gen zu verschiedenen Zeitpunkten und in spezifischen Geweben ausschalten. So gab es in vereinzelten Zellen des ansonsten normalen Knorpelgewebes keine Ext1-Genaktivität mehr.

Auf diese Weise gelang es den Wissenschaftlern ein Mausmodell zu etablieren, welches zu 100 Prozent Osteochondrome ausbildet. Gleichzeitig konnten sie zwei lange umstrittene Fragen aufklären: Zum einen wurde gezeigt, welcher Zelltyp die Vorläuferzelle des Tumors bildet, zum anderen wurde die Tumor-auslösende genetische Konstellation festgestellt.

Dies sind wichtige Voraussetzungen, um künftig therapeutische und pharmakologische Strategien entwickeln zu können. Denn bis heute gibt es keine präventiv wirksamen Therapieansätze; die auftretenden Tumoren müssen oft mehrmals im Leben des Patienten operativ entfernt werden.“

Quelle: http://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=2006